Fit in den Frühling!

Frühlingsgefühle

Keine Krankheit, aber unangenehm: 

                  Frühjahrsmüdigkeit

 

 Frühlingsgefühle  

 

Die Frühjahrsmüdigkeit ist zwar im medizinischen Lexikon nicht zu finden - aber sie gibt es wirklich.

Das Gähnen ließe sich ja noch ertragen. Wäre man nur nicht gleichzeitig unkonzentriert und launisch wie das Aprilwetter. Viele Menschen fühlen sich im Frühjahr nicht so leistungsfähig, sind müde, ohne richtigen Antrieb, oft gereizt und seelisch nicht ausgeglichen. Häufig treten Kopfschmerzen auf, und jeder kleinste Windhauch führt zu einem Schnupfen. Bloße Einbildung? Nein, aber auch keine Krankheit.

Wer sich in den Klauen der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit befindet, dessen Organismus hat ein Umstellungsproblem. Unsere innere Uhr stellt unseren Körper von Winter- auf Sommerzeit um: Im Winter sind lange Schlafphasen vorgesehen, im Frühjahr bedeutend kürzere. Deshalb kommt es vorübergehend zu einem Schlafdefizit. Außerdem fordert ein langer Winter mit viel Dunkelheit und einem Mangel an Sonnenlicht, Sauerstoff, Bewegung und einseitiger Ernährung seinen Tribut und Ihr Herz-Kreislauf-System ist noch müde und schlapp.

Helfen Sie doch ein wenig nach! Mit ganz natürlichen Mitteln können Sie sich einen guten Start in den Frühling sichern! Auf die Plätze- fertig los!

 

15 Tips für Ausgeschlafene
Sie sind der Frühjahrsmüdigkeit keineswegs hilflos ausgeliefert. Mit unserem Weckprogramm sichern Sie sich und Ihrem Körper einen guten Start.

 

1. Zauberlicht Sonne und körperliche Aktivität
Frühjahrsmüdigkeit läßt sich am leichtesten überwinden, wenn Sie sich viel bewegen und dabei Sauerstoff und so viel Sonne wie eben möglich tanken. Deshalb: radfahren, ausgedehnte Spaziergänge oder joggen an der frischen Luft bei Wind und jedem Wetter.

Nach der dunklen Jahreszeit geht's ans Licht: Mit jedem Tag steigt dieSonne ein wenig höher und wird zunehmend intensiver. Diese Lichtimpulse bringen einiges in Bewegung: Lassen Sie Ihre Lebensgeister so richtig wecken und ankurbeln. Über die Augen nehmen Sie diese Strahlen ebenso aufwie über die Haut.

Also: viel direktes Sonnenlicht! Nicht vergessen:Sonnenschutzcreme oder -Lotion!


2. Frühlingsschöne Haut

Viel trockene Luft, Kälte, Staub - auch Ihre Haut sehnt sich nacheiner Regenerierung. Reinigen Sie zuerst gründlich Ihre Haut - wegmit den "alten" Schuppen. Reinigungsmilch oder -cremes, zu Beginn Ihrer Hautkur eine Packung, Maske oder sogar Peeling. AnschließendIhre Haut mit einem Gesichtswasser pflegen, dann folgt die Tagescreme. Je nach Hauttyp mehr oder weniger Fettgehalt, auf alle Fälle sollte sie die Feuchtigkeit ergänzen und einen Lichtschutz bieten.


3. Kneippsche Anwendungen:

Machen Sie morgens einen Knieguß für ungefähr dreißig Sekunden. Tagsüber empfiehlt sich zwischendurch ein kaltes Armbad, bei dem beide Arme bis zum Ellenbogen für einige Sekunden in kaltes Wasser getaucht werden.


4. Johanniskrautpräparate und Lichttherapie:

Beides kann helfen bei einer Winterdepression, die jetzt möglicherweise noch nicht ganz überstanden ist. Johanniskrautpräparate gibt¹s freiverkäuflich in der Apotheke, für Lichttherapiegeräte müssen Sie Ihren Arzt fragen.


5. Pfefferminzmilch:

Gießen Sie kochende Milch auf getrocknete Pfefferminzblätter. Fünf Minuten ziehen lassen und in kleinen Schlucken trinken - die ätherischen Öle wirken kreislaufanregend.


6. Mögen Sie's heiß?

Damit der Abschied vom Winter leichter fällt: Saunabaden die Runderneuerung für Ihren Herz-Kreislauf: Haut und Schleimhäuteder Atemwege werden sehr kräftig durchblutet, ebenso das Herz, weilsich die zahlreichen Blutgefäße erweitern; der Blutdruck paßtsich besser an. Außerdem: Beruhigende Wirkung auf Nerven und Gemüt,die Nebennierenrinden werden zur Hormonproduktion angeregt.


7. Am schönsten ist's im Bett!

Schlafen Sie viel- 7-8 Stunden!
Beginnen Sie den Tag mit einer morgendlichen Gymnastik - im Bett! LegenSie sich auf den Rücken und räkeln sich kräftig. Dann umfassenSie mit beiden Händen die Knie und ziehen sie dicht zur Brust. Atmen Sie dabei tief aus. Nach einigen Wiederholungen stellen Sie die Füße ab und drücken das Gesäß ein paar mal nach oben. Diese Übungendehnen und stärken Ihre Rückenmuskulatur.

Jetzt stärken Sie Ihren Kreislauf! Strecken Sie Arme und Beine in die Höhe und schütteln Sie sie leicht. Nur einige Sekunden, zunehmendmehr wiederholen. Für besonders Mutige oder Fortgeschrittene: Das Fensteröffnen und für kurze Zeit die frische Luft genießen.

Dann ab in die Dusche. Wechselduschen warm, kalt, warm, kalt, warm, kalt- das ist Morgenmusik nicht nur für Haut und Herz-Kreislauf sondern auch für den ganzen Körper.


8.
Aromatherapie mit Heilkräuteressenzen:
Anregend auf den Kreislauf wirken Benzoe, Kampfer, Rosmarin, schwarzer Pfeffer, Wacholder, Eukalyptus - als Badezusatz, im Tee, im Massageöl oder in der Duftlampe.


9. Vitalstoffe:

Im Frühjahr benötigt der Körper besonders viele Vitalstoffe wie Vitamine (vor allem die B-Vitamine und Vitamin C), Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium und Jod, Spurenelemente und Enzyme. Viel frisches Gemüse (nur kurz gedünstet) sowie frisches Obst, Vollkornprodukte und Kartoffeln liefern sie Ihnen.


10. Wildkräuter:

Heilpraktiker raten zu einer vier- bis sechswöchigen Frühjahrskur mit Wildkräutern - Brunnenkresse, Sauerampfer und Knoblauchsrauke als Salat, aufs Butterbrot oder feingehackt unter den Quark.


11. Apfelessig:

Kalium regelt als Gegenspieler des Natriums den Wasserhaushalt der Körperzellen sowie die Gehirn- und Nerventätigkeit. Geistige und körperliche Müdigkeit kann daher auch auf eine Unterversorgung mit Kalium zurückzuführen sein. Machen Sie eine Apfelessigkur - er ist ein ergiebiger Kaliumspender: morgens ein Glas Wasser mit drei Eßlöffeln Apfelessig und etwas Honig.


12. Essen: Lieber Fünf als Drei!

Gemeint ist natürlich das Fünf-Mahlzeiten-System. Drei Hauptmahlzeiten werden durch zwei Zwischenmahlzeiten ergänzt. (Noch) mehr essen, und dabei möchten Sie doch abnehmen?! Keine Sorge: Fünf Mahlzeiten versorgen Ihren Körper gleichmäßigmit Energie und belasten den Organismus weniger als drei Mahlzeiten. Heißhunger und Übergewicht wird eher vorgebeugt, weil die wichtigsten Nährstoffeüber den ganzen Tag verteilt werden. Eine vollwertige Ernährungmit vielen Ballaststoffen sättigt besser, der Blutzucker steigt langsaman und sinkt nicht so rasch ab.
Auf einen gesunden Tag - abwechslungsreich und vollwertig mit viel Muntermachern: Vitamine, Mineralstoffe:

 

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So könnte Ihr täglicher Speiseplanaussehen:

Frühstück

Frischkornmüsli mit Dinkel, Frischobst, Nüssen, Trockenobstoder
Vollkornbrötchen mit Butter, Honig, Marmelade, Fruchtaufstrichen, Käse,Naturquark oder Wurst, dazu Bohnenkaffee oder Kräutertee

Mittagessen

Gemüsebratlinge mit Pellkartoffeln und Champignonsauce und gemischtemSalat, 1 Stück Obst oder frischer Obstsalat oder
Putensteak mit Naturreis, Zucchini-Tomatengemüse und grünem Salat,1 Stück Obst oder frischer Obstsalat, dazu Mineralwasser

Abendessen

verschiedene Brotsorten (Vollkorn-, Bauern-, Knäckebrot), Käseaufschnitt,Kräuterquark und Butter, Rohkostsalate, Frischobst, ab und zu magereWurst, dazu Apfelschorle, Tee

Zwischendurch

Frischobst, mild gesäuerte Milchprodukte,Gemüsesaft.


13. Gesundtrinken

Rund zwei Liter sollten Sie täglich trinken, bei anstrengender Arbeitund Hitze entsprechend mehr. Die Auswahl ist groß: Kräuter- oderFrüchtetees, gelegentlich eine Tasse Kaffee, vor allem aber Mineralwasser,verdünnte Frucht- bzw. Gemüsesäfte oder kalorienreduzierte Getränke.


14. Nikotin und Alkohol?

Diese Genußmittel sind richtige Frühlingsmuffel. Sie möchten Ihren Körper (zusätzlich) schwächen. Wie wär's mit etwas weniger oder ganz aufhören? Jetzt ist dazu die beste Gelegenheit.

15. IIngwer
fein geraspelt über das morgendliche Müsli gestreut oder in den Joghurt gerührt, ist ein ausgezeichneter Muntermacher. Er bringt den Kreislauf auf Trab und wärmt den Körper schön von innen, denn seine Scharfstoffe regen die Wärmerezeptoren in Magen und Darm an. Außerdem stabilisiert die Knolle das Immunsystem und unterstützt die Ausleitung von Giftstoffen aus dem Darm. Wenn Sie keinen frischen Ingwer mögen: Die kandierten Stücke, die die Reformhäuser anbieten, sind sehr lecker und wirken auch! 



Rezeptvorschlag für einen leckeren Frühlingssalat

1 bis 3 Esslöffel Zitronensaft, 1 Prise Salz, 1 Messerspitze Pfeffer, Schnittlauch geschnitten. Mit Schneebesen gut verrühren, 3 Essl. Mayonnaise, 1 Essl. Joghurt nature, 1 Essl. Olivenöl beigeben, gut rühren, 150 g Löwenzahn mit Sauce vermischen, zehn Minuten ziehen lassen, 
100 g Kresse beigeben und sofort servieren. 

Tipp: mit gekochten und aufgeschnittenen Eiern garnieren



Frühlingskur-Mix

 1 Handvoll junge Löwenzahnblätter
 1 Orange
 1 Apfel
 1/8 l Buttermilch oder Kefir
 1 Tl Blütenpollen
 Honig nach Bedarf 

1.  Löwenzahnblätter waschen und in Streifen schneiden. Orange auspressen. Apfel vierteln und Kerngehäuse entfernen. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und pürieren. 

2. Je nach persönlichem Geschmack mit Honig süßen oder zusätzlich mit Orangensaft oder Buttermilch verdünnen.

Trinkt man eine Woche lang regelmäßig ein Glas der Frühlingsmix-Kur - eventuell auch als volle Mahlzeit - ist man fit für die Frühlingssaison.